Ist Snapchat für Social Media Marketing relevant?

Snapchat ist eine App, die an Filme über den Agenten 007 James Bond erinnern – mit Snapchat versenden Nutzer Fotos und Videos, die sich innerhalb von zehn Sekunden selbst zerstören. Das Smartphone bleibt dabei ganz.

Seit wann gibt es Snapchat?

SnapChat

Snapchat gehört zu den jüngsten sozialen Netzwerken

 

Snapchat ist ein relativ junges soziales Netzwerk, es entstand erst 2011. Aber was bedeutet schon Jung und Alt im Internet? Die Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy, stammen wie viele andere Webentwickler und Durchstarter aus dem Internetsektor von der Stanford University.

Snapchat machte sich zu Beginn durch das Teilen von Nacktaufnahmen bekannt – schließlich zerstört sich der brisante Inhalt nach zehn Sekunden von selbst. Aber Snapchat hat seine Dienste erweitert, ermöglicht das Teilen von Snapchat Stories und visuelle Tagebücher, welche sich erst nach 24 Stunden selbst zerstören.

Wie große Marken den Dienst bereits nutzen

Ein drei Jahre alter Startup ohne Einkünfte kann nicht lange weiter existieren – außer man findet Einnahmequellen. So hat Snapchat im Jahr 2014 den Dienst Snapchat Discovery gestartet, welcher den Nutzern segment- und altersorientiert Werbung zeigt.

Dabei sollte im Auge behalten werden, dass es sich bei Snapchat um ein soziales Netzwerk handelt, das vor allem von sehr jungen Nutzern täglich benutzt wird – die meisten sind zwischen 13 und 25 Jahre alt – und vor allem weiblich.

Der Snapchat Stories Dienst ermöglicht es, kleine Geschichten oder Videos, die 30 bis 60 Sekunden lang sind, zu erzählen – die perfekte Werbelänge also. In den Vereinigten Staaten sind vor allem Fast Food Ketten wie McDonald´s oder TacoBell in Werbung vertreten, aber auch Audi, BMW und sogar die Universität von Michigan lassen es sich nicht nehmen, jungen Nutzern dort Werbung zu zeigen.

Auch bei Galileo hat sich bereits mit der Funktionsweise von Snapchat befasst

Konkurrenzkampf mit Facebook?

Ob Snapchat und Facebook vergleichbare Dienste sind, bleibt außen vor. Facebook wird jedes Jahr das Aus angekündigt, allerdings lassen sich die Facebook-Nutzer von diesen Ankündigungen nicht abschrecken.

Snapchat ist ein Dienst, der auf dem Handy genutzt wird – Facebook eher auf dem PC. Trotzdem zeigte Facebook Interesse an Snapchat, eine Übernahme wurde aber ausgeschlagen. Aber auch ein ausgeschlagenes Angebot hat den Wert Snapchats gesteigert, die Zeit wird zeigen, wie effektiv Werbung über Snapchat Discovery ist.

Dieser Blogbeitrag wurde uns von Socialize, einer Social Media Agentur aus Hamburg, zur Verfügung gestellt. Die Agentur ist spezialisiert auf Social Media Marketing für KMUs und fällt dabei immer wieder durch Kreativität und Innovation auf.

YouTube in die Online-Marketingstrategie mit einbinden

Ob für Produktvideos oder Werbung, es gibt keinen größeren Online-Videodienst als YouTube. Tagtäglich werden dort über 4 Milliarden Videos aufgerufen. Das Schöne dabei ist, dass YouTube-Besucher häufig länger als 20 Minuten bleiben und keywordorientiert nach interessanten Inhalten suchen.

Dabei bekommen die Nutzer von YouTube nicht nur themenrelevante Inhalte zu Gesicht, sondern müssen häufig einen Werbetrailer 20 Sekunden lang ansehen, bevor ihnen das gewünschte Video freigeschaltet wird.

YouTube als Werbemaßnahme

Youtube statt Filmrolle

Heutzutage werden Videos nur mehr selten in analoger Form genossen

Werbespots auf YouTube zu schalten ist für viele Unternehmen effektiver, als Werbung zur Primetime im Fernsehen zu schalten. Die Werbung des googleeigenen Werbeprogrammes AdWords kann nicht einfach weggeschaltet werden wie ein TV-Kanal.

Darüber hinaus werden Werbespots auf YouTube (natürlich können es auch klassische Text- oder Bildanzeigen sein) segmentorientiert veröffentlicht – nur bei bestimmten Suchbegriffen oder Themen erscheint die Werbung.

Dies geschieht in sogenannten AdWords-Kampagnen und ist sehr hilfreich – schließlich ist jemand, der YouTube nach Videos von Technikneuheiten durchsucht, nicht (unbedingt) an Kochutensilien interessiert und umgekehrt.

Die Werbekampagnen lassen sich ziel- und budgetorientiert über Google-AdWords programmieren.

Ein eigener Kanal bei YouTube

Aber auch ein eigener Kanal bei YouTube kann das unternehmenseigene Marketing fördern. So können Produktvideos, Herstellungsvideos und Aufbau- oder Benutzeranleitungen auf dem eigenen YouTube-Kanal veröffentlicht werden.

So erstellt man einen eigenen Kanal auf Youtube

YouTube-Videos sind leicht mit anderen sozialen Netzwerken zu teilen und können auf vielen anderen Webseiten veröffentlicht werden – wie zum Beispiel in den Blogplattformen WordPress und Blogger.

Vorteil bei Produktvideos ist, dass auch vermarktende Kunden diese Videos nutzen können, um wiederum eigene Kunden anzusprechen.

Vimeo und YouTube im Vergleich

Viele Unternehmen schrecken zu Beginn vor YouTube zurück und wünschen sich eine seriösere Präsentation – ohne Werbung vor, nach oder neben dem eigenen Video.

Dabei wird der YouTube-Konkurrent Vimeo in Betracht gezogen. Vimeo ist ein minimalistischer Video-Sharing-Service, welcher kaum durch Werbung finanziert wird.

Vimeo finanziert sich durch Pro-Konten, welche bis zu 1000 Gb. Speicherkapazität jährlich versprechen – sehr gut für hoch aufgelöste Videos in HD-Qualität. Vimeo wird damit eher von Profis genutzt.

Allerdings benutzt die breite Masse eher YouTube – und das spiegelt sich auch in den Suchergebnissen wider. YouTube ist nun mal eine Dienstleistung von Google – das merkt man auch an den Besucherzahlen.

Pinterest im Aufstieg

Pinterest gehört im deutschsprachigen Raum nicht gerade zu den meistbesuchten sozialen Netzwerken. Es liegt im Durchschnitt auf Platz 65.

Allerdings ist dies nicht überall so. In den USA sammeln über 70 Millionen Nutzer täglich interessante und schöne Fotos zu den verschiedensten Themen auf Pinterest und verlinken bzw. veröffentlichen diese auf virtuellen Pinnwänden.

Es ist nicht verwunderlich, dass Pinterest deshalb dort als Marketingplattform mit großem Aufstiegspotenzial betrachtet wird.

Wie funktioniert Pinterest?

Bei Pinterest registrieren sich Nutzer mit Namen, Alter und Geschlecht und wählen zu Beginn aus, an welchen Themen sie interessiert sind – dabei gibt es ein breites Spektrum an Themen, die zur Auswahl stehen, von Technologie bis hin zu glutenfreier Kost.

Dabei sind es vor allem Nutzerinnen, die täglich etwas an ihre virtuelle Pinnwand heften. Über 80% der Pinterest-Nutzer sind Frauen – Frauen, die vor allem Mode und Dekorationsartikel pinnen und mit anderen interessierten Nutzerinnen teilen.

Die Funktionsweise von Pinterest verständlich erklärt

Bei Pinterest geht es also resümiert um Dinge, die man mag – für die also ein reges Interesse und eine Kaufbereitschaft besteht. Für Unternehmen ist Pinterest somit ein soziales Netzwerk, das eindeutige Werbesignale gibt. Sollte das etwa bei der Marketingstrategie außen vor gelassen werden?

Langsamer Einstieg in die Werbebranche

Direkte Werbung gab es bis vor Kurzem bei Pinterest noch nicht – es konzentrierte sich eher auf den Nutzerausbau.

Werbung auf Pinterest

Mittlerweile kann man auf Pinterest auch Werbung schalten

Seit Sommer 2014 arbeitet Pinterest in einer Test- und Anlaufphase mit sogenannten “Promoted Pins”. Für das Pilotprojekt wurden etwa zehn große Unternehmen ausgewählt, darunter Nestlé und Walt Disney Resorts, welche die Werbung mit für ein Pilotprojekt recht kostspieliger Kosten-Pro-Tausend-Werbung, auch als KPT oder englisch CPM bekannt, an die Frau brachten.

Außer den Auserwählten standen bereits vor Start des Pilotprojekts zahlreiche Unternehmen auf der Warteliste.

Schöne Fotos von Dingen, die man kaufen möchte, werden also auf Pinterest geteilt – warum sollte ein Unternehmen also keine Pinnwand auf Pinterest haben? Es geht schließlich nur um schön – jeder Inhalt, der weitergepinnt wird, kann also auch von anderen Nutzern als schön betrachtet werden und direkt auf den Online-Shop weiterverlinken.

Da können Kaufinteressenten dann sogar sehen, welches Budget das gewünschte Objekt hat und ob es gerade verfügbar ist.

Was ist der nächste Schritt?

Aber sollte Pinterest hier stoppen, wo es doch gerade erst mit der Werbung begonnen hat? Wohl kaum. Mitgründer Ben Silbermann arbeitete bereits 2006 an einer Shopping-App namens Tote, welche allerdings keinen Erfolg hatte. Silbermann zweifelt nicht daran, dass der nächste Schritt in der Werbeentwicklung Pinterests eine einfache Kauffunktion sein wird – und das wird auch für europäische Unternehmen im Social Media Marketing interessant werden.

Wenn die Suchmaschine verärgert ist: Penalty

Ein Blogger hat es schwer: Da wird die Webseite mit viel Aufwand in den Suchmaschinen-Rankings nach oben gepusht, es werden fleißig Backlinks gesammelt und man hat sich sogar zum Linkverkauf von der eigenen Homepage angemeldet, um noch einige Euro mehr zu verdienen.

Gelbe Karte von Google

Ein Penalty kann als gelbe Karte von Goole aufgefasst werden.

Dann das: seit Tagen oder sogar Wochen sind die Besucherzahlen extrem rückläufig, und wenn man selbst in der Suchmaschine nach der eigenen Webseite sucht, finden sich lediglich ganz hinten ein paar wenige Seiten oder das eigene Webprojekt ist sogar ganz aus dem Index raus und unauffindbar.

Vom Penalty betroffen: was nun?

Nun ist guter Rat teuer und von Panik betroffen, wird nach dem Grund für diese natürlich „nicht rechtmäßige“ und „völlig unbegründete“ Strafe gesucht. Dies ist nicht immer ganz einfach, vor allem, wenn man selbst glaubt, dass nichts verkehrt gemacht wurde, was die Suchmaschinen wirklich verärgern könnte. Gründe für eine Abstrafung könnten beispielsweise sein:

Matt Cutts erklärt, wann ein Penalty entfernt wird
  • Linkkauf und Linkverkauf von der eigenen Webseite. Die Suchmaschinen bevorzugen einen „natürlichen“ Linkaufbau und strafen gekaufte Links oftmals ab.
  • Doppelter oder minderwertiger Content. Auch kann es böse Enden, wenn Artikel von anderen Webseiten „ausgeliehenen“ werden oder die Artikel selbst sehr minderwertig sind.
  • Viele Links von minderwertigen Webseiten. Sie haben eine Webseite über Finanzen haben aber eine Menge Backlinks von russischen Webseiten, deren Angebot nicht für Jugendliche geeignet ist? Hier sollen Sie nicht überrascht reagieren, wenn die Suchmaschinen allergisch reagieren.

Es gibt sicherlich weit über 2 Dutzend Gründe, warum eine Webseite abgestraft wurde oder abgestraft werden kann. Im Internet finden sich aber Tools (Werkzeuge), mit denen schnell herausgefunden werden kann, was verkehrt gelaufen ist. Ebenso sollte man sich im Falle einer Abstrafung nicht davor scheuen in der Höhle des Löwen selbst aktiv zu werden und dem Suchmaschinenbetreiber einmal anschreiben und nachfragen, warum das eigene Webprojekt in der virtuellen Versenkung verschwunden ist.

Sind nofollow Links wirklich wertlos für SEO?

Jeder, der sich mit der Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, wird sehr schnell auf die Begriffe „dofollow“ und „nofollow“ treffen, wenn es um die Links, die von der eigenen Webseite wegführen und die Links, die auf die eigene Webseite hinweisen geht.

Links verketten das Internet

Links verketten die Seiten im Internet

Mit Links verweisen Webseitenbetreiber auf andere interessante oder auch uninteressante Webseiten. Wird auf einer anderen Webseite das eigene Webprojekt verlinkt, nennt sich das Backlink.

Es wird zwischen zwei Arten von Links/Backlinks unterschieden: „dofollow“ und „nofollow“-Links.

  • Wenn ein Link/Backlink nicht mit „nofollow“ gekennzeichnet wird, sagt dies den Suchmaschinen, dass sich hinter diesem Link womöglich etwas Interessantes verbirgt. Die Suchmaschine „folgt“ also dem Link.
  • Wir ein Link dagegen mit „nofollow“ gekennzeichnet, weisen wir die Suchmaschine darauf hin, dass sich hinter diesem nichts befindet, was ernst genommen werden sollte.

Suchmaschinen-Optimierer wollen „dofollow-Links“

Wer eine Webseite erstellt und sich dann daran macht diese über SEO in den Rankings der Suchmaschinen nach oben zu treiben, der möchte natürlich möglichst viele „dofollow“-Links haben. Erst einmal ist man sicherlich davon überzeugt, dass die eigene Webseite wirklich interessant ist, zum anderen hat die Anzahl von hochwertigen Backlinks, die auf die eigene Webseite gerichtet sind, Einfluss auf das Ranking.

Matt Cutts mit einer seiner Aussagen zu nofollow-Links

So wird der SEO sich, an die Arbeit machen, beispielsweise durch Blogkommentare, Artikelverzeichnisse oder Forenlinks, möglichst viele dofollow-Backlinks von anderen Webprojekten zu ergattern.

Aber auch hierbei ist ein wenig Vorsicht geboten: Denn es sollten nach Möglichkeit lediglich Links von hochwertigen und themennahen Webseiten/Artikeln auf die eigene Homepage zeigen, um die Wichtigkeit dieser selbst zu signalisieren. Links, die dagegen von minderwertigen Webprojekten kommen, welche selbst im Ranking schlecht dastehen und womöglich sogar von einer Strafe durch die Suchmaschinen betroffen sind, können eher Schaden anrichten, als das sie helfen.

Übrigens sind auch „nofollow“-Links nicht überflüssig, wenn diese von einem Webprojekt stammen, welche viele Besucher hat, die über diesen Backlink dann womöglich das eigene Projekt finden und besuchen.